Ihre Mitarbeit entscheidet

April 1, 2017

Zahnerkrankungen zu heilen, das ist die Aufgabe des Zahnarztes. Aber auch die Mitarbeit des Patienten ist wichtig – nur wenn Sie aktiv mitwirken, wird die Behandlung dauerhaft erfolgreich sein.

 

 

Egal welches Problem ein Mensch mit seinen Zähnen hat: Der Zahnarzt hilft. Für eine nachhaltige Heilung ist er aber auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen – Ärzte sprechen von Adhärenz. Dieser Begriff steht in der Medizin für die gemeinsame Umsetzung

 

der von Patient und Arzt einvernehmlich beschlossenen Therapieziele und -maßnahmen. Dahinter steht die Erkenntnis:

Für einen idealen Gesundungsprozess müssen beide Seiten möglichst gleichberechtigt zusammenarbeiten, der Erfolg liegt in beidseitiger Verantwortung. Auf Seite des Patienten bedeutet Adhärenz das aktive Mitwirken bei der Behandlung. Im Bereich der Zahnmedizin geht es hierbei vor allem darum, die vom Zahnarzt empfohlenen Maßnahmen der Mundhygiene konsequent umzusetzen. So ist etwa bei Parodontitis ohne sorgfältige häusliche Zahnpflege keine Heilung möglich, und auch Karies wird immer wieder neu entstehen, wenn der Patient das Zähneputzen vernachlässigt. Auf Seiten des Arztes beinhaltet Adhärenz vor allem die umfassende Aufklärung und Information zu den Zielen und Methoden der Behandlung sowie eine Anpassung der Therapie an die Bedürfnisse des Patienten.

 

Vertrauen und Sympathie

Um größtmögliche Therapietreue zu erreichen, kommt es vor allem auf eines an: Vertrauen. Nur wenn der Patient dem Zahnarzt vertraut und von der Richtigkeit seiner Empfehlungen überzeugt ist, kann er die Ratschläge des Mediziners annehmen und seinen Behandlungsvorschlägen zustimmen. Hier stehen beide Seiten in der Verantwortung:

 

• Der Zahnarzt investiert viel Zeit und Aufmerksamkeit für seine Patienten, er erkundigt sich nach ihren Beschwerden, stellt Fragen zu den möglichen Hintergründen, führt eine sorgfältige Untersuchung durch und erklärt nach der Diagnose ausführlich seinen Behandlungsvorschlag. Dabei muss sich der Zahnarzt individuell auf jeden Patienten einstellen und ihn dort abholen, wo er steht – und auch deutlich machen, warum und inwieweit seine Mitarbeit erforderlich ist.

 

• Der Patient wiederum wirkt aktiv daran mit, die Zahngesundheit zu erhalten und den Erfolg einer gemeinsam vereinbarten Therapie zu sichern – indem er zum Beispiel nachfragt, wenn er etwas nicht verstanden hat, und indem er die empfohlenen Zahnpflegemaßnahmen umsetzt. Falls Bedenken oder Ängste bezüglich der vorgeschlagenen Behandlung bestehen, sollte jeder Patient diese unbedingt äußern: Nur dann kann der Zahnarzt darauf eingehen und diese Sorgen berücksichtigen.

 

Ein Beispiel für die große Bedeutung der Therapietreue ist die Behandlung einer Parodontitis. Sie hat grundsätzlich nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn der Patient mitwirkt und sein Zahnputzverhalten entsprechend der zahnärztlichen Empfehlungen langfristig und nachhaltig umstellt – andernfalls wird die Zahnfleischentzündung immer wieder aufflammen. Denn Parodontitis ist im Prinzip eine chronische Erkrankung. Nur mittels gründlicher häuslicher Mundhygiene lässt sich verhindern, dass erneut Bakterien die Zahnfleischtaschen besiedeln. Dabei kommt der Zahnzwischenraumpflege mit geeigneten Hilfsmitteln eine besondere Bedeutung zu.

 

Gemeinsam zum Behandlungserfolg

Ebenso wichtig ist eine kontinuierliche Nachbetreuung in der Praxis: Regelmäßige Kontrollbesuche in einem drei- bis sechsmonatigen Turnus stellen sicher, dass der Zahnarzt Probleme frühzeitig bemerkt – der Patient sollte diese Termine in seinem eigenen Interesse unbedingt wahrnehmen.

 

 

 

(Quelle: Lückenlos 04/2016, S. 4-5)

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