Implantate Lückenlos lächeln

April 15, 2017

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden: Ein Zahn muss raus. Gefüllt wird die Lücke immer öfter mit einem Implantat.

 

 

 

Die Menschen werden immer älter. Auch die Lebenserwartung der Zähne steigt stetig:

Die über 65-Jährigen in Deutschland verfügen heute im Durchschnitt noch über 18 Naturzähne. Das ist zwar viel – aber dennoch fehlen durchschnittlich zehn Stück: Trotz deutlich verbesserter Mundhygiene geht hin und wieder ein Zahn verloren. Die entstehende Lücke wird immer öfter mit einem Implantat geschlossen.

 

Dabei handelt es sich um eine künstliche Wurzel, die der Zahnarzt direkt in den Kieferknochen einsetzt. Die meisten Implantate sehen aus wie eine Schraube. Sie bestehen vorwiegend aus hochreinen Titanlegierungen: Titan verhält sich biologisch neutral, verursacht keine allergischen Reaktionen und heilt gut in den Kieferknochen ein.

 

Schöne Zähne geben Selbstvertrauen

Die künstliche Wurzel sitzt nach der Einheilung im Knochen unter dem Zahnfleisch und ist später nicht sichtbar. In das Implantat wird dann ein so genanntes Abutment eingeschraubt: Dieser Sockel trägt den eigentlichen Zahnersatz – also entweder eine Krone, Brücke oder festsitzende Prothese.

 

Zähne auf Implantaten steigern das Selbstvertrauen nicht nur durch ihr perfektes Aussehen, sondern auch durch das sichere Bissgefühl: Anders als herausnehmbare Prothesen können sie beim Essen oder Sprechen nicht verrutschen oder herausfallen. Außerdem wird die Aussprache nicht beeinträchtigt, es gibt keine störenden Halteklammern wie bei herkömmlichen Teilprothesen, und das natürliche Geschmacksempfinden bleibt erhalten, da der Gaumen nicht

vom Prothesenkunststoff abgedeckt wird. Grundsätzlich können Implantate bei Erwachsenen in

jeder Lebensphase zum Einsatz kommen – Studien ergaben auch für ältere Menschen eine hohe Erfolgsrate.

 

Implantate brauchen beste Pflege

Die Haltbarkeit von Implantaten hängt nicht zuletzt von einer sorgfältigen häuslichen Mundhygiene ab. Denn die künstliche Zahnwurzel kann Infektionen schlechter abwehren als ihr natürliches Pendant, das Risiko einer bakteriellen Infektion tief am Implantat ist daher erhöht – Zahnärzte sprechen von Periimplantitis. Um sie zu vermeiden, ist penibles Putzen unbedingt zu empfehlen. Geeignete Hilfsmittel erleichtern die richtige Implantatpflege. Zweimal täglich sollten die Zähne mit einer weichen Bürste geputzt werden, um die Implantatkrone und das Zahnfleisch zu schonen.

Zusätzlich sind die Zahnzwischenräume unbedingt täglich zu säubern – empfehlenswert sind eine flauschige Zahnseide (Floss) oder Zwischenraumbürstchen aus Kunststoff. Patienten mit Implantaten sollten zudem mindestens zweimal jährlich zur Kontrolle in die Zahnarztpraxis kommen und jeweils auch eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen.

 

 

(Quelle: Lückenlos 04/2016; S. 10-11)

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