Kinderzähne Putze ich

November 15, 2017

 

Zahnpasta gehört dazu:

Tägliches Zähneputzen mit einer geeigneten Kinderzahncreme ist ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns wichtig.

 

Sauber währt am längsten:

Damit die Kinderzähne lange gesund bleiben, sollten sie von Anfang an gut geputzt werden. Für das Baby beginnt die Zahnpflege am besten ganz locker und spielerisch: Es bekommt seine eigene Babyzahnbürste und darf nach Herzenslust darauf herumkauen, um sich mit dem täglichen Zahnpflegeritual vertraut zu machen. Dies kann auch schon vor dem Zahndurchbruch jeden Abend geschehen. Ist dann der erste Milchzahn zu sehen, beginnen die Eltern mit dem Putzen. Sie verwenden dazu eine zweite Kinderzahnbürste, während das Baby wie gewohnt mit seiner eigenen Bürste spielt. Zahnärzte empfehlen, schon beim Baby mit Zahnpasta zu putzen. Dabei sollte die Zahncreme von Beginn an Fluorid enthalten – allerdings eignen sich bis zum Alter von sechs Jahren ausschließlich Kinderzahnpasten mit maximal 500 ppm Fluorid. Der Fluoridgehalt von Zahncremes muss immer auf der Tube oder Verpackung angegeben sein.

 

Mit Fluorid gegen Karies

Fluorid schützt dann am besten vor Karies, wenn es direkt von außen auf den Zahnschmelz einwirken kann – deshalb gilt schon beim Kleinkind das Putzen mit fluoridhaltiger Kinderzahncreme als ideal. Es gibt aber eine Ausnahme: Falls der Kinderarzt Fluoridtabletten verordnet hat, müssen die Eltern beim Kind solange mit einer fluoridfreien Zahncreme putzen, um eine doppelte Fluoridgabe zu vermeiden.

Zum Putzen der ersten Zähnchen genügt eine minimale Zahnpastamenge. Als Faustregel gilt, dass die Portion etwa so groß sein sollte wie der Nagel am kleinen Finger des Kindes. Bis zum zweiten Geburtstag reicht es aus, einmal täglich – am besten abends – mit Zahnpasta zu putzen. Mit Beginn des dritten Lebensjahres sollten die Kinderzähne morgens und abends mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta geputzt werden.

 

 

Schulkinder wechseln zur Juniorzahncreme

Ab der Einschulung ist eine Kinderzahncreme nicht mehr geeignet. Da jetzt die ersten bleibenden Zähne kommen, sollte die Zahnpasta nun deutlich mehr Fluorid enthalten. Grundsätzlich können Schulkinder

ohne weiteres auch die Zahncreme der Erwachsenen benutzen, mit bis zu 1.500 ppm Fluorid. Da Kinder aber deren scharfen Geschmack häufig nicht mögen, bietet die Industrie spezielle Juniorzahnpasten für die Altersgruppe von sechs bis zwölf Jahren an. Manchmal möchten Schulkinder ihre Zahncreme nicht wechseln, weil sie sich an den fruchtigen Geschmack der Kinderzahnpasta gewöhnt haben.

Hier sollten die Eltern standhaft bleiben und auf der Nutzung einer Junior- oder Erwachsenenzahncreme bestehen – die Fluoridmenge in Kinderzahnpasten ist zu gering, um das Wechselgebiss vor Karies zu schützen.

 

Warum ist Fluorid wichtig?

Zum einen hemmt Fluorid das Herauslösen von Mineralien aus dem Zahnschmelz, es macht ihn härter und widerstandsfähiger gegen Säuren. Zum anderen beschleunigt Fluorid die sogenannte Remineralisation: Die Mineralien im Speichel können schneller in den Zahnschmelz eingebaut werden,

um Verluste auszugleichen, wie sie etwa nach Zuckergenuss oder dem Konsum säurehaltiger Getränke auftreten.

Für einen optimalen Kariesschutz empfehlen Zahnärzte, zusätzlich zur Zahncreme mit Fluorid ein fluoridhaltiges Speisesalz zu verwenden.

 

Kein Zink für Kinder

Viele Zahncremes für Erwachsene enthalten Zink. Für die Großen ist das sinnvoll, für die Kleinen aber nicht zu empfehlen: Bei Kindern und Jugendlichen besteht nach Angaben des Bundesinstituts für

Risikobewertung (BfR) die Gefahr, dass es zu einer überhöhten Zufuhr von Zink kommt. Produkte für Kinder und Jugendliche sollten deshalb nach Ansicht des BfR möglichst frei von Zink sein. Falls Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren die Zahncreme der Erwachsenen mitbenutzen, wäre demnach ein zinkfreies Produkt als Familienzahnpasta zu bevorzugen.

 

 

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