Schluss mit Schnarchen

December 15, 2017

 

Schluss mit Schnarchen

In vielen Schlafzimmern herrscht nur tagsüber Ruhe, nachts schnarcht jeder dritte Erwachsene. Das geht dem Partner auf die Nerven – und gefährdet nicht selten die eigene Gesundheit. Oft kann der Zahnarzt helfen.

Erst wird der Schnarcher sanft angestupst. Dann leicht gerüttelt. Schließlich grob geweckt. Doch selbst das hilft meist nur vorübergehend, und so manch genervter Bettgenosse flieht mitten in der Nacht auf die Wohnzimmercouch. Durch das Getöse im Bett leidet aber nicht nur die Schlafqualität des Partners, sondern auch die des Verursachers: Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nimmt bei starkem Schnarchen nachweislich ab. Mit zunehmendem Alter und Übergewicht steigt das Risiko, dass heftiges

Schnarchen wiederholt zu Atemaussetzern führt. Die erschlaffte Rachenmuskulatur lässt dann nicht nur das Gaumensegel lautstark flattern – sie blockiert schließlich sogar die Atemwege.

Wenn nachts der Atem stockt, sprechen Mediziner von „obstruktiver Schlafapnoe“. Sie führt häufig zu Bluthochdruck, erhöht außerdem das Infarkt- und Schlaganfallrisiko.

Wer regelmäßig schnarcht und sich tagsüber oft schlapp fühlt, sollte deshalb den Arzt oder Zahnarzt konsultieren. Bei schweren Formen der Schlafapnoe hilft ein Beatmungsgerät: Durch eine Maske

wird die Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege gepumpt. Im Bett eine Maske zu tragen, ist jedoch gewöhnungsbedürftig und wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

 

Mit Schiene besser schlafen

Als Alternative in leichteren und mittelschweren Fällen kommt eine spezielle Zahnschiene infrage. Sie wird vom Zahnarzt verordnet und nach einem Gebissabdruck individuell angefertigt. Die Schiene

wird nur nachts getragen und zieht dabei den Unterkiefer ein Stück nach vorne – die Zunge sinkt weniger weit nach hinten, die oberen Luftwege bleiben frei.

 

Der Blutdruck sinkt

Studien zeigten die Wirksamkeit individuell angepasster Zahnschienen bei Schlafapnoe: Die regelmäßige Anwendung reduziert den Blutdruck und beugt Herzproblemen vor. Die Kosten der Be-

handlung werden von einigen gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag ganz oder teilweise übernommen, wenn ein schlafmedizinischer Befund vorliegt.

 

 

 

LÜCKENLOS Okt | Nov | Dez 2017

Please reload

Empfohlene Einträge

Hätten Sie gewußt

May 1, 2017

1/5
Please reload

Aktuelle Einträge

August 1, 2019

June 1, 2019

January 15, 2019

Please reload

Archiv